Bravelands 2: das Gesetz der Savanne
Erin Hunter – Beltz & Gelberg

Das Gesetz der Savanne wurde gebrochen. Jemand hat die Elefantendame Große Mutter, die weise Anführerin der Tiere, ermordet. Nun liegt es an dem Löwen Heldenmut, dem Pavian Dorn und dem Elefantenmädchen Aurora, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Gleichzeitig entdeckt Aurora, dass sie die Gabe hat, in den Knochen der Toten die Zukunft zu lesen. Alle drei müssen über ihren Schatten springen, um das fragile Gleichgewicht in der Savanne Afrikas zu erhalten.
Das Entsetzen unter den Tieren ist groß, als bekannt wird, dass Große Mutter ermordet wurde. Die Tiere fühlen sich hilflos und sind erleichtert, als das Nashorn Dickhaut verkündet, dass es vom Großen Geist beseelt sei und nun der Große Vater der Tiere ist. Die Tiere merken jedoch schnell, dass seine Ratschläge alles andere als klug und weise sind.. Gleichzeitig beschließt Titan, dass von nun an jeder Löwe im Rudel täglich ein Tier zu reißen hat, damit alle Bewohner der Savanne erkennen, wer der wirkliche Herrscher ist. Stachel hingegen spinnt weiter an seinen Intrigen und baut sein Machtgefüge weiter aus, in dem er den Trupp der Starkzweige ernennt. Paviane, die meist aus einer niederen Schicht sind und Stachel treu ergeben sind – alle außer Dorn und der nachdenklichen Frosch. Die Starkzweige werden nach Stachel die mächtigsten Paviane in der Gruppe und helfen Stachel, diejenigen einzuschüchtern oder gar zu töten, die es wagen, seine Entscheidungen in Frage zu stellen. Dorn entdeckt, dass Dickhaut die Große Mutter getötet hat und möchte, dass alle Tiere der Savanne davon erfahren. Leider hat er nicht damit gerechnet, wie tief Stachel darin verstrickt ist und was dieser wirklich plant. Gelingt es Dorn wirklich, ihn zu stoppen?
Der zweite Teil des Buches dreht sich vor allem um Heldenmut und Dorn. Heldenmut, der verzweifelt versucht, dem grausamen Titan Einhalt zu gebieten und auf eine Gelegenheit hofft, seinen Vater zu rächen. Dorn, der nach und nach die Intrigen und Boshaftigkeiten von Stachel aufdeckt, sich aber niemandem anvertrauen kann, da jeder, der über Stachels wahres Gesicht Bescheid weiß, in tödlicher Gefahr ist. Stachel baut während dessen seine Macht mit Hilfe der Starkzweig so weit aus, dass niemand mehr den Mut hat, sich gegen ihn zu stellen. Er löst auch den Rat auf, so dass er mehr oder weniger ungehindert seinen eigenen, düsteren und machtgierigen Plänen nachgehen kann. Aurora sucht nach Antworten und bringt sich und Mond dabei in tödliche Gefahr. Sie erfährt allerdings, dass sie die Trägerin des Großen Geistes ist und diesen, sobald ein würdiger Nachfolger für Große Mutter gefunden ist, diesem den Großen Geist übertragen wird.
Auch dieses Buch ist wieder sehr fesselnd geschrieben und man hofft und bangt vor allem mit Dorn, der als einer der wenigen das Kronblatt Stachel durchschaut und dadurch in dauerhafter Gefahr schwebt. Schafft er es im nächsten Band, diesen aufzuhalten? Und kann Heldenmut der Herrschaft von Titan tatsächlich ein Ende bereiten?